Innovatives Konzept der ‚Tele-Spiegeltherapie‘

In einem vom Land NRW und der EU finanziertem Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird zur Zeit eine neuartige digitale Versorgungslösung für Patienten mit Phantomschmerzen nach Beinamputationen entwickelt: ’Telereha Phantomschmerz’.

Bei dem Ansatz der Tele-Therapie geht es um eine längerfristige Therapie mit Spiegeltherapie und anderen kognitiven Verfahren im Rahmen des Selbstmanagements des Patienten unter Zuhilfenahme von Informations- und Kommunikationstechnologie. Durch ein virtuelles Übungs- und Trainingsprogramm sowie Video-Anleitungen soll der Patient die kognitive Therapie eigenständig im häuslichen Umfeld weiterführen, um den Therapieerfolg (Reduktion der Phantomschmerzen und Schmerzmedikation) langfristig sicherzustellen.

TeleSpiegeltherapie

Vorläufige Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die Telereha die Phantomschmerzen und Schmerzmedikation deutlich reduzieren kann. Für Therapeuten bietet sich durch die Tele-Spiegeltherapie erstmals die Möglichkeit, das Eigentraining der Patienten besser zu steuern und langfristig zu unterstützen. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen wird zur Zeit angestrebt.